Ratgeber · Rechner
Forschungszulage-Rechner
Rechnet in einer Minute aus, was euch pro Jahr zusteht. Mit den Regeln für 2026, inklusive Gemeinkostenpauschale und Eigenleistung.
Stand: · von Dominic Flohr, funndee
Bruttolohn plus Arbeitgeberanteile.
Entwicklung durch Dritte in der EU oder im EWR, zählt mit 70 %.
100 € je Stunde, höchstens 40 Stunden pro Woche.
Eure Forschungszulage pro Jahr
100.800 €
Die Bemessungsgrundlage ist auf 12 Mio. € pro Jahr gedeckelt.
Prüfen, ob es bei euch passtSchätzung nach den Regeln für 2026. Ob ein Vorhaben förderfähig ist, entscheidet die BSFZ, die Höhe setzt das Finanzamt fest.
Die Formel
So rechnet das Finanzamt
In vier Schritten von den Kosten zur Zulage:
Aufwendungen sammeln
Personalkosten der Beteiligten anteilig für die Zeit im Vorhaben, 70 % der Aufträge an Dritte, Eigenleistungen der Inhaber und Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter für das Vorhaben.
Pauschale dazu
Für Vorhaben, die ab 2026 beginnen, kommen 20 % auf diese Summe. Damit sind Sachkosten pauschal abgedeckt.
Deckel prüfen
Die Bemessungsgrundlage ist auf 12 Mio. € pro Jahr begrenzt, für Aufwendungen ab 2026.
Satz anwenden
35 % für kleine und mittlere Unternehmen, 25 % für große. Höchstens 4,2 Mio. € oder 3 Mio. € Zulage pro Jahr.
Beispiele
Drei Teams, drei Ergebnisse
| Team | Ansatz | Zulage pro Jahr | Mit Pauschale ab 2026 |
|---|---|---|---|
| Start-up, 3 Entwickler | 70.000 € je Kopf, 80 % im Vorhaben | 58.800 € | 70.560 € |
| Software-Mittelstand, 12 Entwickler | 85.000 € je Kopf, 50 % im Vorhaben, 100.000 € Aufträge an Dritte | 203.000 € | 243.600 € |
| Großes Unternehmen, 80 Entwickler | 90.000 € je Kopf, 40 % im Vorhaben, Satz 25 % | 720.000 € | 864.000 € |
Grenzen des Rechners
Was der Rechner nicht weiß
Ob euer Vorhaben förderfähig ist. Das entscheidet die Bescheinigungsstelle Forschungszulage. Eine erste Richtung gibt der Förder-Check in einer Minute.
Wie viel Zeit wirklich im Vorhaben steckt. Die Anteile müsst ihr belegen können. Oft liegen sie höher als gedacht, weil auch verworfene Ansätze und Tests zählen.
Ob ihr als KMU geltet. Verbundene Unternehmen und Beteiligungen werden mitgezählt. Das prüfen wir im Gespräch.
FAQ
Fragen zur Berechnung
01Wie berechnet sich die Forschungszulage?
Aus den förderfähigen Aufwendungen eines Jahres: Personalkosten der Beteiligten anteilig, 70 % der Aufträge an Dritte, Eigenleistungen und Abschreibungen. Für Vorhaben ab 2026 kommen 20 % Gemeinkostenpauschale dazu. Die Summe ist auf 12 Mio. € gedeckelt und wird mit 35 % für KMU oder 25 % für große Unternehmen multipliziert.
02Was zählt zu den Personalkosten?
Der lohnsteuerpflichtige Arbeitslohn plus die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, anteilig für die Zeit im Vorhaben. Wer 60 % seiner Zeit im Vorhaben arbeitet, zählt mit 60 % seiner Kosten.
03Gilt das Ergebnis auch für die Vorjahre?
Nur ungefähr. Für jedes Jahr gelten die damaligen Regeln: Bis zum 27. März 2024 waren es 25 % für alle Unternehmen und 4 Mio. € Bemessungsgrundlage, danach 35 % für KMU und 10 Mio. €. Die Gemeinkostenpauschale gibt es erst für Vorhaben ab 2026.
04Wer gilt als KMU?
Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und höchstens 50 Mio. € Umsatz oder 43 Mio. € Bilanzsumme, nach der Definition der EU. Verbundene Unternehmen und Beteiligungen werden mitgezählt.
Nächster Schritt
Zwanzig Minuten. Dann wisst ihr, was drin ist.
Kein Verkaufsgespräch. Eine ehrliche Einschätzung, auch wenn sie Nein lautet. Honorar nur bei Erfolg.